Lebendige Ressource Boden

Die Vereinten Nationen rückten 2015 mit dem "Jahr des Bodens" die schwindende und doch so wichtige Ressource Boden in den Fokus. Die Böden sind eine nur langsame, sich über Generationen erneuernde Ressource. Der weltweite Raubbau in Deutschland, Europa, Amerika, Asien und anderen Erdteilen schreitet schneller voran als der Aufbau von Humus. Dabei sind die Böden  wichtig für die Ernährung, Natur und Klima.

 

Neben dem Flächenverbrauch wirkt auch die intensive industrielle Landwirtschaft negativ auf die Erdkrume. Der lebendige Boden laugt aus und degeneriert, Erträge werden geringer, wo dich die Agrarindustrie den Einsatz von Chemie und Dünger für mehr Erträge propagiert.

Doch die wachsenden Zugriffe der Siedlungsfläche auf die Landwirtschaftsfläche forcieren den Gedanken mit industriellen Mitteln aus weniger Fläche in zersiedelter Landschaft mehr rauszuholen. Die Freiheit und Bereitschaft zum Erhalt von die Landschaft strukturierenden Elementen wie Bäume, Hecken und Blühstreifen sinkt. Ein Gedanke, der langfristig den Bauern noch mehr verlieren lässt. Der Konflikt um die Fläche wird zwischen Landwirten, Ansprüche für Gewerbe und Industrie und Naturschutz ausgetragen. Gerade aber Naturschutz und Landwirte müssen sich vereint gegen die kapitalgetriebenen Gelüste der nimmersatten Wirtschaft stellen.