Klima

Bürgermeister Rolf Kieser präsentiert die Stadt Brackenheim mit seinem Klimaschutzmanager gerne als Klimaschutzstadt. Klimaschutz wird von Herrn Kieser, ebenfalls auch Vorsitzender des Zweckverbands Wirtschaftsförderung Zabergäu, wie auch von  den anderen Kommunen im Zabergäu nur soweit betrieben, wie man der Wirtschaft nicht zu nahe kommt. Das ist ungenügend. Auch wenn in Deutschland die Wirtschaft um sich schlägt, wenn sie sich bedrängt fühlt muss man forsch nach vorne gehen.

Mit Hurra in die KlimaKatastrophen

Mit Hurra auf das Wachstum steuert Baden-Württemberg auf gefährliche Kippelemente der Erde zu. Golfstrom bereits 15% geschwächt? Dürre, Ernteausfälle, Waldschäden? 18 Millionen Klimaflüchtlinge in 2017? Feuersbrünste? Stürme, Starkregen, Hagel? Zerstörte Häfen? Das Jahr 2018 ist voller Schlagzeilen biblischen Ausmaßes. Doch das rührt weder sogenannte „bürgerliche“, „konservative“, „realpolitische“ Bürgermeister, Gemeinderäte, Kreisräte, Landrat im Kreis Heilbronn noch den grünen Ministerpräsidenten Kretschmann und Kanzlerin Merkel.

Wasserfontäne in Essen nach Starkregen 7.6.18 (RTL), Unwetter an der italienischen Küste

Prämisse ist das weiter so für die Exportweltmeisterschaft und geplante Wachstumszahlen. 2018 wurde öffentlich von Amtsträgern festgestellt, dass der Klimawandel bereits zu empfindlichen Schäden führt und das in den nächsten Jahren nicht besser wird. Wo ist das Wort der Schultes und Minister, die Pressestimme, das diese Meldungen mit Wachstumskritik zusammenbringt? Siehe HN Stimme, 9.10.18 zum IPCC-Bericht "Nur schnelles Handeln bremst den Klimawandel". Seiten weiter wird wieder der Landnahme durch Weltmarktführer gehuldigt. Will man nicht den Glauben an die Religion Wachstum gefährden? Das neoliberale Weltbild nicht erschüttern, die deregulierte, entfesselte Wirtschaft wird’s schon richten und allen Wohlstand bringen? Echt realpolitisch und konservativ im besten Sinne ist, was für die Bürgerinnen und Bürger die Aufgaben des IPCC-Berichts zum 1,5 Grad Ziel und der zur Neige gehenden Ressourcen (z .B. Sand für Beton) aufgreift und nicht roboterartig einem homo oeconomicus gleich der Wirtschaft nach dem Mund redet.

Zahlreiche Bewegungen zeigen ein anderes Bild von Wohlstand und gutem Leben, so die Gemeinwohlökonomie von Christian Felber, Postwachstumsökonomie von Niko Paech, Plurale Ökonomik Cusanus Hochschule, attac AG Jenseits des Wachstums, attac AG Energie, Klima, Umwelt, Transition Initiativen / -Städte, citta-slow, Sonnenseite von Franz Alt, Wohlstand ohne Wachstum von Tim Jackson, Fabian Scheidler (Das Ende der Megamschine) Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft

Okt 2018: Der IPCC-Bericht zum 1,5-Grad-Ziel

Der Anfang Oktober 2018 herausgebene Bericht zum 1,5-Grad-Ziel hat das Zeitfenster zum Handeln deutlich verkürzt. So lange wie die Kohlekommission bis zum Kohleausstieg 2038 denkt, ist es nicht. Es braucht Handlungspfade in allen Bereichen.


Beitrag der Landnutzung zum Klimaschutz

Die Sicherung der Böden vor weiterer Umnutzung für Siedlungs- und Verkehrsflächen und die Argarwende können mit anderen Faktoren der Landnutzung zu einer beträchtlichen Minderung der CO2 Emissionen führen.